Bildung in der digitalen Welt

Die Konferenz der Kultusminister (KMK) hat am 8. Dezember 2016 eine Strategie zur digitalen Bildung beschlossen. Diese Strategie ist in der Bundesrepublik Deutschland für alle Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I verbindlich.

Die Konferenz der Kultusminister legt einschlägige Kompetenzen fest, die jede Schülerin und jeder Schüler am Ende der Pflichtschulzeit erworben haben muss und die für eine „aktive, selbstbestimmte Teilhabe in einer digitalen Welt erforderlich sind“. Es gibt verschiedene Perspektiven und Aufgabenstellungen, die bei der digitalen Bildung zu berücksichtigen sind. Diese Vorgaben betreffen alle Unterrichtsfächer. Jede Schule trägt Sorge dafür, dass die Kompetenzen, die der „Digitalstrategie“ der KMK genannt sind, von den Schülerinnen und Schülern erworben werden.

Diese digitalen Kompetenzen müssen an die Inhalte der Lehrpläne angebunden werden. Im Folgenden finden Sie einen verbindlichen Rahmen, der es den Schulen ermöglicht, innerhalb dieses Rahmens Akzente zu setzen und Schwerpunkte festzulegen.

Dieser Rahmen besteht aus zwei Elementen:

  1. In einem kurzen Einführungstext wird für jedes Fach ein fachdidaktisches Konzept zum Thema der digitalen Bildung umrissen. In diesen Einführungstexten werden darüber hinaus Schwerpunkte gesetzt, da die jeweiligen Fächer auf der Grundlage der derzeit gültigen Lehrpläne in unterschiedlicher Art und Weise an der Umsetzung der „Digitalstrategie“ der KMK mitwirken.
  2. Auf einer zweiten Ebene werden Verknüpfungen der vorgegebenen Digitalkompetenzen mit den Inhalten der Lehrpläne vorgenommen. Die Fächer machen nicht für jede digitale Kompetenz einen Vorschlag der Verknüpfung mit dem Lehrplan, sondern sie tun dies dort, wo es fachlich und pädagogisch besonders lohnend ist. Diese Verknüpfungen sind in einem Raster zusammengefasst. In ihrer Gesamtheit decken die Fächer alle im Papier der KMK formulierten Kompetenzen ab. Jede Schule legt eigenverantwortlich fest, welchen Beitrag die einzelnen Fächer zur verbindlichen Abdeckung aller Kompetenzen leisten. Die vorliegende fächerspezifische Verknüpfung der KMK-Strategie mit den rheinland-pfälzischen Lehrplänen dient der Orientierung und Förderung der schulischen Weiterentwicklung.

Auf der Unterrichtsebene werden für die einzelnen Fächer Anregungen für die unterrichtliche Praxis den Verknüpfungsvorschlag hinzugefügt. Einzelne Beispiele und Anregungen liegen bereits jetzt vor.

Rheinland-Pfalz arbeitet seit Jahren erfolgreich mit dem Medienkompass. Die Formulierungen des Medienkompasses werden auch hier verwendet. Damit ist eine durchgängige und klare Begrifflichkeit in allen Schulstufen sichergestellt. Die enge Verbindung zwischen der „Digitalstrategie“ der KMK und dem rheinland-pfälzischen „Medienkompass“ lässt sich in der beigefügten Übersicht auf einen Blick erkennen.

Hier finden Sie die Veröffentlichung:

Bildung in der digitalen Welt

 

Kompetenzen in der digitalen Welt 2017

Kompetenzerwartungen

Geändert
12. Mai 2020
Autor
Christian Mäncher